Brain freeze? 10 Tipps für besseres Brainstorming

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Brainstorming ist die Methode der Wahl, wenn es darum geht, Ideen zu sammeln und kreative Lösungen zu finden. So einfach und geläufig die Kreativitätstechnik auch ist, kann Brainstorming manchmal schwieriger sein als gedacht. Vor allem in der Gruppe stellt das Brainstorming besondere Anforderungen an die Teilnehmer*innen. Es kommt auf die richtige Herangehensweise und Tools an, um das Brainstorming optimal zu gestalten. Mit den folgenden Tipps schaffst du es, die Ideation effektiver, strukturierter und kreativer umzusetzen.

1. Das richtige Team zusammenbringen

Brainstorming lebt von unterschiedlichen Ansichten, Denkweisen und Ideen. Diese können durch die Auswahl des richtigen Teams gefördert werden. Möchte man kreative Lösungen mit neuen Ansätzen entwickeln, ist es ratsam, ein möglichst heterogenes Team zusammenzustellen. Das macht das Brainstorming effektiver. Je unterschiedlicher die Personen sind, die gemeinsam brainstormen, desto besser.

2. Moderator*in sorgfältig auswählen

Vor allem wenn es sich um ein neues oder noch nicht eingespieltes Team für das Brainstorming handelt, kann eine gute Moderation viel ausmachen. Moderator*innen haben die Aufgabe, sich um die Funktionsfähigkeit zu kümmern und die Kreativität der Teilnehmer*innen zum Ziel zu leiten. Wichtig ist dabei, dass die Rahmenbedingungen stimmen und sich alle im Team wohl und berücksichtigt fühlen. Dazu müssen Moderator*innen die Gruppendynamik steuern und den Ideenfluss anregen. Das erfordert Verantwortungs- und Fingerspitzengefühl.

3. Atmosphäre schaffen

Es gibt keine größeren Kreativitätskiller als Stress und Kritik. Brainstorming sollte nicht zwischen Tür und Angel stattfinden, sondern an einem Ort, in dem man fernab von Alltagsstress in Ruhe kreativ werden kann. Oft ist es auch sinnvoll, mit ein paar Übungen die Gruppe abzuholen und auf die kreative Phase einzustimmen. Regelmäßige Pausen und Verpflegung sollten nicht unterschätzt werden: Mit Unterzucker und Durst lässt sich nur schwer kreativ werden. Das richtige Setting rundet das Feeling ab: Eine anregende Architektur oder Dekoration kann Wunder wirken.

4. Auf Augenhöhe kommunizieren

Wenn Führungskräfte am Brainstorming teilnehmen, herrscht unter Umständen von Vorneherein ein anderes Klima. Die Teilnehmer*innen sind möglicherweise zurückhaltend, möchten nicht negativ auffallen oder versuchen positiv herauszustechen. Dieser Effekt kann sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Es macht Sinn, wenn alle sich auf Augenhöhe begegnen und alle aktiv eingebunden sind. Niemand sollte sich ausgeschlossen fühlen.

5. Regeln etablieren

Wenn Menschen zusammenkommen, sind sinnvolle Regeln ein Muss. Es hilft, Regeln, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wie beispielsweise die Anderen ausreden zu lassen, nochmals gemeinsam mit der Gruppe durchzugehen und diese dann auch sichtbar festzuhalten. Gemeinsam erarbeitete Regeln werden von der Gruppe eher akzeptiert und geachtet.

6. Fragestellung treffend formulieren

Die genaue Formulierung der Fragestellung hat großen Einfluss auf den Verlauf des Brainstorming. Mit einer gezielten Frage kann die Kreativität kanalisiert und zu einem konkreten Ergebnis gebracht werden. Unpräzise oder missverständliche Fragen sorgen für Verwirrung. Die Fragestellung sollte mit Bedacht gewählt und vorab getestet werden. Dabei wird man Fragen mit positiver Konnotation besser verstehen als eine Frage, die negative Assoziationen hervorruft.

7. Über den Tellerrand schauen

Zunächst ist es wichtig, Kreativitätsphase und Evaluierung zu trennen. Beim Brainstorming gibt es keine Denkverbote, (fast) alles ist erlaubt. Erst im Anschluss wird die Idee ausgewertet. „Think big“ oder „Thinking out of the box“ sind geflügelte Worte, allerdings mit einem hohem Wahrheitsgehalt. Sie können anschließend immer noch auf das Realistische heruntergebrochen werden. Es kann auch hilfreich sein, nach einer Pause, das „Big Picture“ zu suchen und in die Vogelperspektive zu wechseln.

8. Solo-Slots

Viele Menschen brauchen die Gruppe und den geistigen Funkenflug mit anderen, um kreativ zu sein. Doch es gibt auch viele „Solo-Künstler*innen“, die lieber allein über ihren Ideen brüten. Und manche von uns gehören zu beidem gleichzeitig. Zudem fällt es schüchternen Menschen häufig schwerer, sich lautstark in einer Gruppe zu äußern und für ihre Meinung einzustehen. Auch hier hilft ein sogenanntes Solo-Brainstorming. Dafür gibt es Methoden wie das Brainwriting oder festgelegte Timeslots, in denen die Teilnehmer*innen allen nach Ideen suchen und diese erst anschließend allein sammeln.

9. Zähne putzen

Die besten Ideen kommen uns unter der Dusche oder beim Zähneputzen, nämlich dann, wenn wir darüber geschlafen haben und unsere Gedanken frei sind von Zwängen des Alltags. Darüber schlafen hilft ebenfalls. Manchmal geht der Brainstorm im Schlaf einfach weiter. Die Ideen sollten dann rasch notiert werden, sonst werden sie schnell wieder vergessen.

10. Das richtige Tool 

Es ist wichtig, die richtigen Werkzeuge beim Brainstorming zu verwenden. In der kreativen Phase geht es darum, schnell alle Beiträge zu erfassen, beispielsweise anhand von Notizen. Danach müssen diese verwaltet, erweitert und verteilt werden. Für beide Phasen eignet sich Infinity Maps, denn beides kann ohne Medienwechsel in einer Map geschehen: Das freie kollaborative Notieren von Gedanken, deren Ordnung, Erweiterung und Vernetzung.

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